Zwei Abende voller Musik und Kultur im Archäologischen Nationalmuseum von Reggio Calabria: die Virtuosität von Federico Mecozzi und eine Vorlesung über den italo-griechischen Mönchtumsgedanken als Protagonisten der Museumsterrasse

Zwei Abende voller Musik und Kultur im Archäologischen Nationalmuseum von Reggio Calabria: die Virtuosität von Federico Mecozzi und eine Vorlesung über den italo-griechischen Mönchtumsgedanken als Protagonisten der Museumsterrasse

Das Archäologische Nationalmuseum von Reggio Calabria bestätigt den Erfolg von Museo in Fest 2025, der Sommerreihe, die das MArRC in ein lebendiges, offenes und partizipatives Kulturzentrum verwandelt. An den Abenden des 25. und 26. Juli bot die Panoramaterrasse des Museums zwei herausragende Veranstaltungen, die Publikum und unterschiedliche Ausdrucksformen in einer Atmosphäre des Teilens und der Schönheit vereinten.

Am Freitag, den 25. Juli, erlebte das Publikum das Konzert des Federico Mecozzi Quartet mit dem Projekt „Inwards“ – eine Klangreise zwischen zeitgenössischer Klassik, Elektronik und Weltmusik. Als Geiger, Multiinstrumentalist und Komponist führte Mecozzi das Publikum durch eine reichhaltige und eindrucksvolle musikalische Erzählung, begleitet von einem Ensemble großer Raffinesse: Veronica Conti am Cello, Massimo Marches an Gitarren und Elektronik, Stefano Zambardino an Keyboards und Akkordeon. Das Konzert bot einen emotionalen Parcours durch Stücke seiner Alben „Awakening“ und „Inwards“, ergänzt durch neue Bearbeitungen, mit Klangfarben, die von nord-europäischen Volksballaden bis zu nahöstlichen Tribal-Rhythmen reichten. Die Veranstaltung, unterstützt vom MiC und der SIAE im Rahmen des Programms „Per Chi Crea“, fand im Zuge einer Sonderöffnung des Museums von 20:00 bis 24:00 Uhr statt und ermöglichte es Bürgern und Touristen, die Ausstellungsräume auch am Abend zu erleben und dabei die besondere Atmosphäre des Sonnenuntergangs über der Meerenge zu genießen.

Am Samstag, den 26. Juli, stand die historische und kulturelle Reflexion im Mittelpunkt mit der Konferenz „Der Beitrag des italo-griechischen Mönchtums zur Entstehung der humanistischen Kultur im südlichen Kalabrien zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert“, organisiert von A.I.Par.C. – Associazione Italiana Patriottica Culturale. Die Veranstaltung hob die zentrale Rolle Kalabriens bei der Weitergabe des klassischen Wissens zwischen Mittelalter und Renaissance hervor, insbesondere durch die Arbeit der Klöster und Bischöfe im Gebiet von Gerace, Erbin des antiken Lokroi Epizephyrioi. Nach den Begrüßungen der Vertreter des Archäologischen Nationalmuseums von Reggio Calabria, von Salvatore Timpano, nationaler Präsident von A.I.Par.C., und Giuseppe Caridi, Präsident der Deputazione di Storia Patria per la Calabria, wurde die Konferenz von Giacomo Oliva, Direktor des Diözesanmuseums und des Domschatzes von Gerace, geleitet. Er führte das Publikum durch Bilder und historische Quellen und ließ Gestalten wie Barlaam von Seminara, Simone Atumano und Athanasios Kalkeopilos lebendig werden. Auch bei dieser Gelegenheit gewährte das Museum eine Sonderöffnung von 20:00 bis 23:00 Uhr und bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, vor der Veranstaltung die Dauerausstellungen zu besichtigen.

Mit diesen beiden Events setzt Museo in Fest 2025 seine Erzählung fort und bestätigt die Berufung des Museums als Ort des Dialogs zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen den Künsten und der Forschung, zwischen Musik und Wort. Die Veranstaltungsreihe läuft bis zum 30. August mit einem reichhaltigen Kalender, der das Publikum immer wieder mit neuen Erlebnissen in den Bann ziehen wird – im Zeichen von Kultur und Teilhabe.